Hannover 96 // Das wars dann wohl…

1:5 zuhause gegen Werder - die Auflösungserscheinungen in der Mannschaft sind schon soweit fortgeschritten, dass meine Tütensuppe dagegen son konsistent und kompakt wie ein Stück Zwieback daherkommt. Die Köpfe sind nicht frei, die Mannschaft ist einfach total verunsichert und agiert wie gelähmt. Von dem Selbstmord ihres großen Rückhalts Robert Enke hat sich die Mannschaft bis heute nicht erholt - und wird sich davon anscheinend diese Saison nicht mehr erholen.

In Zahlen: Am 12. Spieltag war 96 noch im ganz sicheren Mittelfeld, 10. Tabellenplatz, ein positives Torverhältnis (16:14), je 4 Siege, Niederlagen, Unentschieden. Alles gut, alles wie erwartet. Dann der tragische Einschnitt. Seitdem:

  • 0:2 gegen Schalke
  • 0:3 gegen die Bayern
  • 0:0 gegen Leverkusen
  • 3:5 gegen Gladbach
  • 2:3 gegen Bochum
  • 0:3 gegen Hertha
  • 0:1 gegen Mainz
  • 1:3 gegen Nürnberg
  • 1:2 gegen Hoffenheim
  • 1:5 gegen Werder

10 Spiele, 1 Punkt, 8:27 Tore. Und kein Aufwärtstrend erkennbar, den man zum Ende der Rückrunde wenigstens in zärtlichen Ansätzen sehen konnte. Und die Verantwortlichen haben einfach zu spät reagiert, um neue, unbelastete Spieler zu holen. Als sie endlich aktiv wurden, waren die Spieler, die auf dem Markt waren, schon andernweitig untergebracht. Elson ist solide, bringt aber keine Mannschaft weiter, Koné zeigt Ansätze, mehr aber auch nicht, und Durica ist bisher ein totaler Flop, der sich anscheinend Mario Eggimann zum großen Vorbild genommen hat und auch nur dich die eigene Hälfte irrlichtert.

Wenn in drei Wochen in Freiburg nicht gewonnen wird, können und sollten die konkreten Planungen für die 2. Liga schon einmal losgehen. Naja, vielleicht ist die Strategie ja auch, die Punkte gegen Bayern und Leverkusen zu holen, um auch einmal in den Titelkampf einzugreifen. Ansonsten kann ich 96 nächste Saison 96 wenigstens zwei Mal in Berlin sehen.

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