R.I.P. Manute Bol // Auch abseits des Feldes der Größte

Am 19. Juni 2010 verstarb Manute Bol im Alter von 47 Jahren nach einem schweren Nierenleiden. Bol war auf dem Basketballfeld einer der Größten – eine 2,31 Meter große Blockmaschine, die mit spindeldürren aber schier endlos langen Armen seinen Gegenspielern das Leben schwer machte. Ein beliebter Mitspieler, dessen Basketballtalent aber sonst sehr limitiert war. Da er oft den Ball nicht fangen konnte und sein Englisch am Anfang seiner Karriere in den USA nicht sehr gut war, ist er auch der Erfinder des Ausdrucks “my bad” (anstelle von “my fault”), der heutzutage zum Wortschatz aller Sportler gehört.

Abseits des Feldes wuchs Bol aber noch über sich hinaus und engagierte sich ruhe- und rastlos für Frieden im Sudan, baute dort Schulen und gab wirklich seinen letzten Dollar für humanitäre Zwecke – bis er selber nichts mehr hatte. In den Tagen vor seinem Tod hat er noch öffentlich Auftritte im Sudan gegen Wahlbetrug absolviert, ohne Rücksicht auf seine Gesundheit, die sich immer weiter verschlechterte. John Zogby verabschiedet Bol mit diesen Worten, denen nichts mehr hinzuzufügen ist:

I will never know how he carried on with so many physical problems but I do know that if a man’s wealth can be measured by endurance of pain, determination to help the poorest of his friends and family as well as total strangers, and the dignity to carry on against all odds, Manute is the richest man ever to have played in the NBA.

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